Malignes Melanom
Informationen für Betroffene und Interessierte
Malignes Melanom
Ein malignes Melanom ist eine bösartige Neubildung aus pigmentbildenden Zellen. Diese sog. Melanozyten bilden den Farbstoff Melanin, der einen Bräunungseffekt hervorruft, wenn die Haut der Sonne ausgesetzt ist. Maligne Melanome kommen meist auf der Haut vor. Als klinische Sonderformen können sie jedoch auch aus Zellen der Schleimhaut, Aderhaut oder der Hirnhäute entstehen. Häufig werden maligne Melanome auch als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet.
Das Robert Koch-Institut schätzt die Zahl der Erkrankungsfälle in Deutschland auf jährlich rund 14.900 Menschen. Schwarzer Hautkrebs tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Jedes Jahr erkranken 8.400 Frauen und ca. 6.500 Männer an einem malignen Melanom. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 63 Jahren. Frauen sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung im Durchschnitt 57 Jahre alt.
Die Zahl der Personen, die an einem malignen Melanom erkranken, hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Heute leiden mehr als dreimal so viele Menschen an schwarzem Hautkrebs als vor rund 25 Jahren. In den letzten Jahren wurden maligne Melanome jedoch häufiger in einem relativ frühen Stadium diagnostiziert, was die Prognose für den Erkrankungsverlauf deutlich verbessert. Zurückzuführen ist dies vermutlich v. a. auf eine Sensibilisierung der Gesellschaft im Hinblick auf das Thema Hautkrebs, u. a. durch die Medien.